Chile im Wasserstress

Herzliche Einladung zur Präsenz-Veranstaltung mit Life-Übertragung. Mo, 21.9.2020, 18:00 Uhr 2019 waren wieder weite Teile der Welt von Trockenheit und Waldbränden heimgesucht. Der Wasserstress nimmt weltweit zu. Chile musste den Agrarnotstand wegen Dürre ausrufen. Die menschengemachte Erderwärmung spielte dabei eine Rolle, die verstärkte Nutzung fossiler Wasservorräte in der exportorientierten Forst- und Landwirtschaft wie auch im Bergbau. Der Grundwasserspiegel sinkt, Gletscher schmelzen,…

Guillermo Martínez und der philosophische Kriminalroman Argentiniens

Autor: Peter B. Schumann  Deutsche Verlage finden seit Jahren in Kriminalromanen aus Lateinamerika einen besonderen Reiz. Das hängt sicher nicht nur mit dem Interesse an der Literatur aus diesem Kontinent zusammen, sondern auch mit der großen Vielfalt an Stimmen und den Besonderheiten der Thematik. Ende dieser Woche erscheinen im Eichborn-Verlag zwei Krimis aus Argentinien von…

Lesesaal des IAI wieder nutzbar

Der Lesesaal kann von Montag bis Freitag zwischen 10 Uhr und 17 Uhr wieder genutzt werden. Aufgrund der Abstandsregeln ist eine vorherige Reservierung erforderlich, die Sie bis spätestens 9 Uhr desselben Tages vornehmen können. Reservierung Sie erhalten eine automatische E-Mail mit einem Link, den Sie bitte zur Bestätigung anklicken. Wenn dies erfolgreich war, bekommen Sie…

Die Biografie eines Romans: „La ciudad y los perros“

Kann man die Biografie nicht nur einer Person, sondern auch die eines Buches schreiben? Von Thomas Bremer Für den deutschen Bereich hat eine Forschergruppe um Ulrike Gleixner und Jörn Münkner von der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel eine Antwort gefunden: ihre ‚Buch-Biografien‘ verstehen sie als Lebensgeschichte einzelner Exemplare eines gedruckten Texts, als Geschichte der Interaktion eines…

Corona-Krise und politische Konfrontation in Brasilien

Der Präsident, die Bevölkerung und die Demokratie unter Druck Die Pandemie ist inmitten einer poli­ti­schen Krise ausgebrochen und macht diese sicht­barer. Der starken politischen Polari­sierung für und gegen den Präsidenten sowie seiner Konfrontation mit den ande­ren Gewal­ten gesellt sich nun ein Streit um das geeignete Corona-Management hinzu, im Kabinett und vor allem mit den Gouverneuren…

Neuer Name – neues Logo!

2020 jährt sich zum zwanzigsten Mal der Tag unserer Vereinsgründung. In einem kritischen Moment der Institutsgeschichte ins Leben gerufen, haben sich die Freunde als Förderer des Ibero-Amerikanischen Instituts bewährt. Und  diesen hauptsächlichen Aspekt unserer Tätigkeit, das Fördern nämlich, machen wir nun  auch im Namen unseres Vereins sichtbar.  Die „Freunde des IAI“  sind nun der „Förderkreis…

La RDA en sus escritores | DDR-Literatur aus spanischer Sicht

Seit über einem Jahrzehnt macht der spanische Übersetzer und Publizist Ibon Zubiaur die Literatur der DDR in Spanien bekannt. Durch seine Pionierarbeit sind vor allem die Werke der Schriftstellerinnen Brigitte Reimann, Irmtraud Morgner und Maxie Wander spanischen Leser*innen heute  vertraut.  Eigentlich hatte der Förderkreis des IAI Ibon Zubiaur in dieser Woche zu einem Podiumsgespräch ins…

Im Porträt: Miguel Rubio

Zu unserem großen Bedauern fällt auch der ursprünglich für diese Woche im IAI geplante Vortrag des peruanischen Theaterregisseurs Miguel Rubio der Corona-bedingten kulturellen Schockstarre zum Opfer. Miguel Rubio und sein Theaterensemble „Yuyachkani“ sind in Lima beheimatet. Die Truppe widmet sich dem Projekt einer ästhetischen Erinnerungskultur – wie es bereits im Quechua-Namen  des Theaterkollektivs anklingt, der…

Mario Vargas Llosa: Harte Jahre

Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa beschreibt in seinem neuen Roman Harte Jahre den 1954 von den USA betriebenen Sturz des progressiven guatemaltekischen Präsidenten Jacobo Árbenz und setzt damit die Reihe seiner politischen Meisterwerke fort.* Mario Vargas Llosa gehört zu den großen Autoren Lateinamerikas, die im sog. Boom der 1960er und 1970er Jahre die Literatur des Kontinents…

Corona in Argentinien

Wie in Spanien und Italien wurde, was vielleicht weniger bekannt ist,  auch in Argentinien eine rigide Ausgangssperre verhängt. Das Wirtschaftsleben des Landes  verharrt in Schockstarre. In ihrer neuen Reportage berichtet die in Buenos Aires ansässige investigative Journalistin Gaby Weber,  welche Auswirkungen die Krise auf ein Land auf der südlichen Halbkugel hat, das schon vor Corona…

Michi Strausfeld empfiehlt: Yuri Herrera | ‚Der König, die Sonne, der Tod‘

Drei Kurzromane, deren Titel bereits neugierig machen: „Abgesang der Königs“, „Zeichen, die vom Weltende künden“, „Körperwanderung“ . Hinweisen möchte ich heute besonders auf „Körperwanderung“ als aktuelles Buch zur Corona-Pandemie. Viele Autoren haben über Pest und Cholera geschrieben, die bekanntesten Titel lauten Dekameron, Die Pest zu London oder Die Pest von Albert Camus – wie aber…

Óscar Romero – der Heilige der Gegenwart

Vor vierzig Jahren, am 24. März 1980,  wurde der salvadorianische Erzbischof Óscar Romero ermordet. Er zählte zu den bekanntesten Vertretern der Befreiungstheorie. Oscar Arnulfo Romero y Galdámez, 1917 in einer kleinen Gebirgsstadt als Sohn eines Fernmeldearbeiters geboren,   in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen, begann mit 20 Jahren  das Theologiestudium am Priesterseminar in San Salvador. 1942 wurde er zum…