Starke lateinamerikanische Präsenz bei der Ausstellung ″Vom Sehen und Gesehenwerden″ im Studio 1 des Kunstquartiers Bethanien

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Eine Ausstellung anlässlich des ersten Karnevals der Kulturen vor 30 Jahren

Kurze Laufzeit! Mi. 13. bis Di. 26. Mai 2026

Starke lateinamerikanische Präsenz bei der Ausstellung ″Vom Sehen und Gesehenwerden″ im Studio 1 des Kunstquartiers Bethanien

Eine Ausstellung anlässlich des ersten Karnevals der Kulturen vor 30 Jahren

Kurze Laufzeit! Mi. 13. bis Di. 26. Mai 2026

14 Künstler:innen – davon sieben mit lateinamerikanischen Wurzeln – stellen ihre künstlerischen Positionen anlässlich des ersten Karnevals der Kulturen vor 30 Jahren zur Debatte. Alle haben einen persönlichen Bezug zu diesem zentralen Berliner Event. Einige von ihnen wie Edmundo Torres, der auf der peruanischen Seite des Titicaca-Sees geboren wurde, haben an allen Ausgaben des KdK mit eigenen Beiträgen teilgenommen.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Juana Awad, die aus Kolumbien stammt. Ausgangspunkt ist ein zentrales Paradox: Der Karneval der Kulturen war seit seinen Anfängen 1996 ein Ort der Befreiung, in dem die Straße sich in die größte Bühne der Stadt verwandelt. Menschen nehmen Raum ein und dürfen laut sein, und die Community wird zum Mittelpunkt des öffentlichen Lebens. Gleichzeitig hat sich der Karneval als Spiegel eines exotisierenden Begehrens etabliert: ein Fest, in dem sich „Kulturen“ ‒ oder schlimmer noch: Nationen ‒ präsentieren, und das eine Idee von Authentizität inszeniert, die nicht mehr ist als das Spiegelbild dessen, was als fremd und begehrenswert gilt.

Der Karneval der Kulturen ist eine ambivalente Veranstaltung, die zwei Projektionslogiken gleichzeitig bedient: Er ist Raum der Selbstexpression und Raum der Projektion des Anderen. Diese Ambivalenz, mit all ihren Polen und Widersprüchen, ist das, womit sich die Ausstellung auseinandersetzt.

Die 14 Künstler*innen unterschiedlicher Generationen wurden eingeladen, ihre künstlerische Arbeit im und außerhalb des Kontexts des KdK zu präsentieren. Sie wurden als Einzelpositionen eingeladen, nicht weil sie größere Gruppen repräsentieren. In der Ausstellung treffen wir auf völlig unterschiedliche künstlerische Sprachen und Formate: Wir erleben eine Konjunktur von Hochkultur und Populärkultur, des Konzeptuellen und des Extravaganten, des Intimen und des Spektakulären. Gemeinsam befragen diese Stimmen Blickregime sowie die langsame, kontinuierliche Arbeit, als mehrdimensionale Diaspora zu existieren, zu handeln und wahrgenommen zu werden.

Künstlerische Positionen: Bimal Fabbri, Coco Fusco, Guillermo Gómez-Peña & Paula Heredia, Mohamad Halbouni, Ikuku Berlin, Daniela Incoronato, Melissa Kurt, Joaquin La Habana, Fred Plassmann & Erika Martínez, Bassirou Sarr, Su-Ran Sichling, Murah Soares, Edmundo Torres, Nancy Torres, Luisa Ungar. Ausstellungsvorraum: Van Bo Le-Mentzel & Werkstatt für Alles.

Kuratorin: Juana Awad. Kuratorische Assistenz: Mehtap Avci.

Programm: Come As You Are: ein Tag offener Praktiken (Rundgang, Talks etc.) Sonntag, 17. Mai, 12:00 – 20:00 Uhr, Eintritt jederzeit möglich

Adresse: Mariannenplatz 2 B, 10997 Berlin-Kreuzberg

Öffnungszeiten vom 13. bis 26.5: Montag bis Freitag von 14 bis 20 Uhr (Ruhetag 18.05.), Samstag und Sonntag von 12 bis 20 Uhr

Veranstalter: Piranha Arts AG.

Förderung durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin

Der 27. Karneval der Kulturen 2026 findet über das Pfingstwochenende vom 22. bis 25. Mai 2026 in Berlin-Kreuzberg rund um den Blücherplatz statt. Das viertägige Straßenfest bietet Musik, Kulinarik und Kultur.

Der große Karnevalsumzug zieht am Pfingstsonntag (24. Mai 2026) ab 13:30 Uhr durch die Straßen (Frankfurter Allee / Karl-Marx-Allee).

Foto: Die China Diabla vor dem von Christo und Jeanne-Claude verhüllten Reichstag (1995). Performance von Edmundo Torres. Copyright Foto: Max Meier

Zur Figur der China Diabla: Sebastián Eduardo Dávila: The dance of tradition in contemporary art. Edmundo Torres’ China Diabla performance

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