Unser Vorstandsmitglied Gabriele Knauer empfiehlt uns einen Artikel von Julia Macher, der in der Zeitschrift Blätter für deutsche und internationale Politik veröffentlicht wurde und sich mit dem politischen Erbe der Franco-Diktatur in Spanien und den Versuchen ihrer Rehabilitierung 50 Jahre nach dem Tod des Caudillo befasst. Hier eine kurze Leseprobe:
Spanien hat lange gebraucht, um zu einem angemessenen Umgang mit dem Erbe der Diktatur und der Figur des Diktators zu finden. Während es im Nachbarland Portugal durch die Nelkenrevolution von 1974 zu einem klaren Bruch mit dem Regime kam, erfolgte der Übergang zur Demokratie in Spanien fließend – nach dem natürlichen Tod des Diktators, unter Mitwirkung der franquistischen Eliten und der wieder zugelassenen Opposition.
Das konditionierte die Formen des Gedenkens: Es kam weder zu einer juristischen noch zu einer erinnerungspolitischen Aufarbeitung des Regimes. Der Diktator fiel über Jahrzehnte dem Vergessen anheim.
Den Artikel können Sie unter folgendem Link weiterlesen: https://www.blaetter.de/ausgabe/2025/november/die-verharmloste-diktatur-franco-renaissance-in-spanien
Bildquelle: CC BY-SA 4.0/Wikimedia Commons
