Venezuela ist eines der ölreichsten Länder der Welt. In den 1970er Jahren erlebte es eine regelrechte Ölbonanza und einen Konsumrausch ohne gleichen. Wenig später geriet das Land jedoch in eine Dauerkrise, in der 1999 Hugo Chávez zum Präsidenten gewählt wurde und sie mit seinem Projekt des „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ zu bekämpfen versuchte. Wie konnte es dazu kommen, dass nach seinem Tod sein Nachfolger Maduro Venezuela in einen ökonomischen, sozialen und politischen Niedergang ohne gleichen stürzte? Und eine wegweisende Sozialreform von seinem autoritären und korrupten Regime erstickt wurde? Wieso kann sich dieses Regime trotz manipulierter Wahlen und einer weitgehenden internationalen Isolierung noch immer halten? Welche Rolle spielen dabei die fortschrittlichen Regierungen Lateinamerikas? Was heißt heute Solidarität mit Venezuela?
Darüber diskutieren der Lateinamerika-Experte Prof. Klaus Bodemer, der Buchautor Tobias Lambert (Gescheiterte Utopie? Venezuela ein Jahrzehnt nach Hugo Chávez) und Valeska Hesse (Friedrich-Ebert-Stiftung). Moderation: Peter B. Schumann (Förderkreis des IAI).
Eine Veranstaltung des Förderkreises des Ibero-Amerikanischen Instituts und des Lateinamerika Forums Berlin.
24. Februar 2024
18:00 Simón Bolívar Saal.
Bildquelle: Wikimedia Commons
