‚El Draque‘ und die ersten karibischen Allianzen

Francis Drake, den die Spanier El Draque oder auch einfach nur El Corsario nannten, stand wie kein Zweiter für die janusköpfige Spanienpolitik der englischen Königin Elisabeth I. Drake war der Joker, den Elisabeth in ihrem Machtpoker mit dem spanischen König Philipp II. einsetzte. Auf unzähligen Kaperfahrten sengte er den Bart des spanischen Königs an. Nur vordergründig waren die Kaperfahrten…

Lateinamerikanische Kriminalromane

Was verbindet Jorge Luis Borges, Claudia Piñeiro, Guillermo Martínez, Mercedes Rosende, Sergio Ramírez und Leonardo Padura? Sie alle beherrschen auch das Genre des lateinamerikanischen Kriminalromans, dem Peter B. Schumann (Förderkreis des IAI) sein neues Hörfunk-Feature gewidmet hat: Der süße Duft des Mordes – so der Deutschlandfunk-Kultur-Titel. Zum Nachhören hier. Foto: ©Jeanette Erazo Heufelder

Die Schwestern Acosta

Rita Hernandez de Alma Acosta (1875-1929), Mercedes de Acosta (1893-1963) und Aida de Acosta (1884-1962) Mütterlicherseits entstammten die Schwestern Acosta spanischem Adel  – den Herzögen de Alba. Ihr Vater war Ricardo de Acosta, ein Kaufmann aus Kuba, der durch die Dampfschifffahrt zu Wohlstand kam. Die drei hispanoamerikanischen Schwestern erblickten in den USA das Licht der Welt….

Magellans Weltumseglung 1519-1522

Vor 500 Jahren fand die erste Umseglung der Welt ihren Abschluss. Mit fünf Schiffen und 265 Mann Besatzung brach Fernando Magellan im Auftrag König Karls I. im Jahr 1519 in Sevilla auf, um die Molukken auf westlichem Wege zu erreichen. Er selbst erlebte das Ende der Reise nicht mehr. Sebastian del Cano, einer seiner Kapitäne,  vollendete…

‚Der fremde Blick‘

DDR-Literatur aus spanischer Sicht. Ibon Zubiaur und Holger Helbig im Gespräch. Ein Podcast des Förderkreises des Ibero-Amerikanischen Instituts Seit über einem Jahrzehnt macht Ibon Zubiaur die Literatur der DDR in Spanien bekannt. Vor allem die Werke der Schriftstellerinnen Brigitte Reimann, Irmtraud Morgner und Maxie Wander sind spanischen Leserinnen und Lesern heute vertraut. Dennoch unterscheidet sich…

Platz 1 der peruanischen Charts: die Nationalhymne auf Quechua

Ursprünglich war es eigentlich nur als ein Werbegag für einen privaten Fernsehsender gedacht. Der im Sommer gewählte neue peruanische Präsident Pedro Castillo hatte im Wahlkampf versprochen, die Provinzen stärker an den politischen Entscheidungen zu beteiligen und die indigenen Kulturen zu fördern. Auch viele zentrale Wahlveranstaltungen seiner Kampagne fanden in der Provinz und nicht in Lima…

Der Schriftsteller Omar Saavedra Santis starb in Valparaiso/Chile

Ein Nachruf von Nikolaus Werz (Mitglied im ‚Förderkreis des IAI‘) Omar Saavedra Santis lernten wir in der Kantine des Musikinstrumente Museums in Berlin kennen. Enrique Fernández hatte an diesem Tag die Gruppe der Bibliotheksbesucher zusammengeführt, die vom Ibero-Amerikanischen Institut über die Potsdamer Straße zum Mittagessen zog. Omar erkundigte sich genau und kenntnisreich nach den Verhältnissen…

Premio José Donoso für Cristina Rivera Garza 

In den ersten beiden Dezemberwochen findet traditionell die Buchmesse in Santiago de Chile statt. In ihrem Verlauf wird auch der Premio José Donoso, benannt nach dem berühmten chilenischen Schriftsteller (1924-1996) und einer der wichtigsten Literaturpreise Lateinamerikas, überreicht, auch wenn der/die Preisträger*in jeweils bereits im September bekanntgegeben wird. In diesem Jahr erhielt den Preis die in Deutschland noch wenig bekannte mexikanische Autorin Cristina Rivera…

No sólo el tango …

Symposium „Piazolla 2021 – Musical Cultural Transfer Argentina-Europe“ Unter dem Motto „Piazzolla 2021 – Musical Cultural Transfer Argentina–Europe“ fand Anfang November 2021 ein international besetztes Online-Symposion unter der Leitung von Simone Hohmaier (SIM) und Ulrike Mühlschlegel (IAI) statt und setzte damit die 2019 mit einer Ausstellung zum Bandoneon begründete Zusammenarbeit des Ibero-Amerikanischen Instituts mit dem…

Frauen in Buenos Aires, 1920

In Argentinien kennt jeder „Alfonsina“. Nun erscheint erstmals eine deutschsprachige Werkausgabe der Dichterin. Geboren wurde Alfonsina Storni 1892 in einem kleinen Dorf in der italienischen Schweiz, doch gingen die Eltern schon bald nach Argentinien, wo sie aufwuchs. Der Vater starb früh, was für junge Mädchen in der Provinz außer Gelegenheitsarbeiten in den Fabriken praktisch nur…

Argentinien | Zwischen Covid 19 und Wirtschaftskrise

Das erste Jahr der Regierung von Alberto Fernández  Die neue Mitte-Links-Regierung alter peronistischer Tradition stand von Anfang an vor riesigen Problemen, die die rechts-konservative Regierung unter Präsident Mauricio Macri hinterlassen hatte: der hohe Berg an Auslandsschulden, das zerrüttete Sozial- und Bildungssystem, die immer weiter wachsende Verarmung, die selbst Teile der Mittelschicht erfasste, die maßlose Sojaproduktion.